Mit dem Fotografieren anzufangen, kann etwas überwältigend sein. Was in aller Welt bedeutet „Schärfentiefe“? Wie findet man heraus, welche Kombination von Blende und Verschlusszeit man benutzen muss, um eine optimale Belichtung zu bekommen? Und wofür sind all diese Knöpfe auf der Kamera? Vor allem, wenn Sie anfangen eine DSLR Kamera zu benutzen, kann es so aussehen, als ob die Kamera viel zu viele Funktionen hat, um sie je zu lernen. Glücklicherweise können Sie mit ein wenig Übung und jeder Menge Fantasie wunderbare Bilder von jedem Motiv machen.

Belichtung verstehen
Wenn Sie gerade anfangen, ist es am einfachsten, die Kamera auf den automatischen Modus einzustellen und alle Entscheidungen der Kamera zu überlassen. Sie können natürlich auf diese Weise anfangen, um sich zunächst auf Ihre gestalterischen Fähigkeiten zu konzentrieren, aber Fotografieren im manuellen Modus ist nicht so schwierig, wie Sie vielleicht erwarten.
Manueller Modus bedeutet, dass Sie als Fotograf alle Entscheidungen treffen. Sie legen die Blende, Verschlusszeit und ISO fest. Lassen Sie uns zunächst einen Blick auf diese Dinge werfen.
Blende: Auch als ‚Tiefenschärfe‘ bekannt, bestimmt die Blende, wie weit sich Ihre Linse öffnet, wenn Sie ein Foto machen. Je größer die Blendenöffnung, desto geringer ist die Schärfentiefe. Je kleiner die Blendenöffnung, desto größer ist die Schärfentiefe. Wenn Sie ein Porträt machen und wollen, dass der Hintergrund unscharf ist, dann wollen Sie eine geringe Schärfentiefe. Sie wollen eine größere Schärfentiefe haben, wenn Sie sowohl einen Menschen als auch die Landschaft hinter dem Menschen fotografieren (und beide im Fokus sein sollen).
Verschlusszeit: Die Verschlusszeit ist, wie lange die Linse offen bleibt während man ein Foto macht. Eine kurze Verschlusszeit (schneller als 1/60 Sekunde) wird die Bewegung einfrieren, während eine längere Verschlusszeit zu Bewegungsunschärfe führt.
ISO-Wert: Der ISO ist die Lichtempfindlichkeit der Kamera. Wenn Sie an einem hellen, sonnigen Tag Fotos machen, dann brauchen Sie einen niedrigen ISO-Wert. Wenn Sie nachts fotografieren, dann werden Sie wahrscheinlich einen höheren ISO-Wert brauchen. Sie sollten Ihren ISO nur hochschrauben, wenn es unbedingt notwendig ist, weil ein höherer ISO zu mehr Bildrauschen führt.
Das Beste daran? Ihre Kamera sagt Ihnen immer noch, was zu tun ist. Wenn Sie basierend auf Ihrem Motiv eine Verschlusszeit oder Blende ausgewählt haben, schauen Sie einfach durch den Sucher auf Ihren Belichtungsmesser. Passen Sie entweder Ihre Verschlusszeit oder Ihre Blende an, bis die Linie genau in der Mitte ist, dann haben Sie eine perfekte Belichtung!

Wählen des Bildausschnitts
Um ein Bild zu erstellen, müssen Sie zuerst ein Motiv haben. Mögen Sie Landschaften? Porträts? Die Tierwelt? Sport? Entscheiden Sie, welches Thema am interessantesten für Sie ist (oder am leichtesten zugänglich) und fangen Sie damit an. Sobald Sie Ihr Thema haben, können Sie anfangen Fotos zu machen.
Ein schönes Bild zu komponieren ist am einfachsten, wenn man die Drittelregel befolgt. Stellen Sie sich vor, dass Ihre Bildfläche in 9 gleichgroße rechteckige Segmente unterteilt ist (3×3). Sehen Sie, wie diese Segmente sich an vier verschiedenen Punkten treffen? Wenn Sie Ihr Motiv (oder den zentralen Punkt des Bildes) direkt auf einen dieser vier Punkte platzieren, dann wird die resultierende Komposition ästhetisch viel ansprechender sein als ein Bild, bei dem das Motiv genau in der Mitte ist oder aus dem Rahmen fällt.
Danach sind die Möglichkeiten endlos. Das beste an der Fotografie ist, dass es keine festen Regeln gibt. Spielen Sie mit Ihrer Belichtung herum – unterbelichten und überbelichten Sie ein paar Bilder. Experimentieren Sie mit den unterschiedlichen Lichtbedingungen zu verschiedenen Tageszeiten – Sonne, Schatten, früher Morgen und Abenddämmerung. Fotografieren Sie aus verschiedenen Blickwinkeln – auf einer Leiter stehend oder auf dem Boden liegend. Sie können sogar die Drittelregel brechen, falls Sie sie nicht mögen!
Und vor allen Dingen, hören Sie nie auf zu fotografieren. Je mehr Sie üben und experimentieren, desto besser werden Sie. Sobald Sie die Grundlagen der Belichtung und Komposition verstanden haben, können Sie sich an kompliziertere Formen der Fotografie wagen.